Hodenbiopsie

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Entnahme eines 1–2 mm großen Hodenparenchymstückes in Lokalanästhesie (ohne Adrenalinzusatz!) und anschließender Gewebefixierung in Bouin'scher Lösung (Pikrinsäure ges. wäss. 15,0; Formaldehyd 40%ig 5,0; Eisessig 1,0) oder Glutaraldehyd 5,5% in Phosphatpuffer (für Semidünnschnittechnik) zur histologischen Untersuchung.

Indikation

Durchführung

Stets beide Hoden biopsieren. Skrotalhaut straff über den Testes spannen. 2 cm langer Hautschnitt über dem lateralen Hodendrittel, Tunica vaginalis mit Präparierschere von Skrotalhaut lösen und darstellen, Spaltung der Tunica vaginalis, Einsetzen eines selbsthaltenden Lidspreizers, Inzision der Tunica albuginea, Schnitt max. 0,5 cm; Hodengewebe quillt spontan über das Niveau der Hodenkapsel, kann mit kleiner gebogener Schere abgeschnitten werden. Anschließend schichtweiser Verschluss; zunächst Tunica albuginea (Fadenstärke 5–0), dann Tunica vaginalis (Fadenstärke 4–0) und Skrotalhaut mit atraumatischem resorbierbarem Nahtmaterial. Cave! Verletzung des Nebenhodens oder Samenstranges!

Literatur
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  1. Aridogan IA et al. (2003) Comparison of fine-needle aspiration and open biopsy of testis in sperm retrieval and histopathologic diagnosis. Andrologia 35: 121-125
  2. Kaufmann R et al. (1987) Dermatologische Operationen. 1. Auflage. Thieme Verlag Stuttgart
  3. Petres J et al. (1996) Operative Dermatologie. Springer Verlag, Berlin Heidelberg New York
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