Herpessepsis der Neugeborenen B00.7

Zuletzt aktualisiert am: 05.09.2019

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Herpes-Sepsis der Neugeborenen

Definition

Schwere, generalisierte Erstinfektion mit Herpes simplex-Virus (in 75% der Fälle Herpes simplex Typ 2), beim Neugeborenen (s.a. Herpes neonatorum). 

Ätiopathogenese

Infektion bei der Passage des Geburtskanals bei Erkrankung der Mutter. Selten Infektion durch erkranktes Pflegepersonal.

Manifestation

Vor allem bei Frühgeborenen.

Klinisches Bild

Inkubationszeit 3–6 Tage. Generalisierte Bläscheneruption, aphthöse Veränderungen an den Schleimhäuten, hohes Fieber, Keratokonjunktivitis. Ikterus, Dyspnoe, Leber- und Milzschwellung, Blutungsneigung, Meningismus oder Meningoenzephalitis.

Differentialdiagnose

Interne Therapie

Gamma-Globuline (z.B. Beriglobin 0,2-0,5 ml/kg KG/Tag i.m). Aciclovir (strengste Indikation im Säuglingsalter) 3mal/Tag als Kurzinfusion (Dosierung: 380 mg/m2 KO/Tag).
  • Ante partum: Gamma-Globulin-Injektion bei der Mutter (z.B. Beriglobin 20 ml i.m.).
  • Post partem: Gamma-Globulin-Injektion beim Kind (z.B. Pentaglobin 3-5 ml i.v. an drei aufeinander folgenden Tagen).

Verlauf/Prognose

In 60% der Fälle Tod in der ersten Woche, bei weiteren 20% bleibende Störungen.

Prophylaxe

Abdominelle Schnittentbindung bei Erkrankung der Mutter.

Verweisende Artikel (1)

Sepsis Hautveränderungen;

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