Halsfistel und -zyste, laterale Q18.0

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

Alle Autoren

Synonym(e)

Congenital cheek fistula; Fistula colli congenita lateralis; Halszyste; Zyste thymische

Erstbeschreiber

Hunczovsky, 1785; Ascherson, 1832

Definition

Von der zweiten Kiemenspalte abgeleitete, durch mangelhafte Rückbildung des Ductus thymopharyngeus entstandene, branchiogene Fistel bzw. Zyste.

Lokalisation

Auf einer Linie entstehend, die den Unterkieferwinkel mit dem Manubrium sterni verbindet.

Klinisches Bild

Äußere Öffnung: Vorderrand des Musculus sternocleidomastoideus, etwa in Kehlkopfhöhe. Der Gang verläuft oberhalb der Karotisgabel, mündet oberhalb der Gaumenmandel in den Recessus supratonsillaris. Meist blindes Ende in der seitlichen Pharynxwand.

Therapie

Verlauf/Prognose

Rezidivquote etwa 2%.

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Eustachi B (1564) Opuscula Anatomica. Vincentius Luchinus excudebat (Venice).
  2. Hunczovsky JN (1785) Anweisung zu chirurgischen Operationen. Für seine Vorlesungen bestimmt. R. Gräffer (Wien)
  3. Nakano M et al. (1999) Congenital cheek fistula: a report of three cases. Br J Plast Surg 52: 311-313
  4. Nicollas R et al. (2000) Congenital cysts and fistulas of the neck. Int J Pediatr Otorhinolaryngol 55: 117-124
  5. Zou F et al. (2003) A locus for congenital preauricular fistula maps to chromosome 8q11.1-q13.3. J Hum Genet 48: 155-158

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

Autoren

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017