Halitosis R19.6

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Foetor ex ore; Mundgeruch übler

Definition

Unangenehme Geruchsbildung im Mundbereich unterschiedlicher Ätiologie.

Ätiopathogenese

  • Lokale Ursachen im Mund-, Nasen-, Rachenraum für Foetor ex ore (wird vom Patienten häufig nicht wahrgenommen):
    • Erkrankungen von Zähnen und Zahnfleisch (Karies, Parodontose, mangelnde Zahnreinigung)
    • Bakterielle Entzündungen ( Angina, Plaut-Vincenti, Ozaena)
    • Zerfallende Tumoren
    • Verminderter Speichelfluss ( Sjögren-Syndrom, Mundatmung, anticholinerge Medikamente)
    • Nikotinabusus
  • Abatmung von Geruchsstoffen aus tiefer liegenden Organen: Halitosis (wird vom Patienten wahrgenommen).
    • Lunge (eitrige Bronchitis, Bronchiektasen, Pneumonie)
    • Gastrointestinaltrakt (Ösophagusdivertikel, -karzinom, Achalasie, Ileus)
    • Stoffwechselentgleisungen (Urämie, Coma diabeticum, Coma hepaticum)
    • Resorption von Geruchsstoffen über den Darm und Abatmung über die Lunge (Knoblauch, Phosphor, Arsen, Tellur, Selen)
  • Essentielle Halitosis: Abatmung übel riechender Fettsäuren aus unbekannter Ursache.

Diagnose

Gründliche zahnärzliche, HNO-ärztliche und internistische Untersuchung.

Differentialdiagnose

Subjektiv empfundener Mundgeruch, der nicht zu objektivieren ist: halluzinatorische Geruchsmissempfindung.

Therapie

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

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