Haar (Übersicht)

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

hair; Pilus

Definition

Aus Keratin bestehendes fadenförmiges Hautanhangsgebilde. Der Mensch besitzt etwa 5,0 Millionen Haare bzw. Haarfollikel, etwa 100.000 bis 150.000 auf dem Kopf (behaarter Kopf = Capillitium). Die tägliche Ausfallsrate beträgt 30 bis maximal 100 Haare. Sie wachsen nach einer Ruhepause wieder nach. Die Haarmenge variiert mit der Haarfarbe: Blonde haben mit durchschnittlich 140.000 Haaren mehr Haare als  die Dunkelhaarige (etwa 100.000 Haare). Blonde Haare sind oft etwas feiner, rote und schwarze Haare sind häufig kräftiger.

Haare können bis auf Handflächen und Fußsohlen, Lippenrot und Augenlider das gesamte Integument bedecken. Sie dienten primär als Schutz vor äußeren Einflüssen wie Sonne, Wärme Kälte. Diese Funktionen hat das Haarkleid inzwischen verloren. In der heutigen Zeit werden Terminalhaare an den Extremitäten oder an verschiedenen Stellen des Gesichts eher als kosmetisches Problem gesehen.   

Das Haar setzt sich aus dem Haarschaft und der Haarwurzel zusammen. Die Haarfarbe (s.u. Haar, Farbveränderungen) wird durch Melanin und physikalische Faktoren bestimmt.

Bekannt sind 3 Melaninklassen: Eumelanin, Phäomelanin, Neuromelanin. Entscheidend für die Haafarbe sind die schwarzbraunen Eumelanine, die durch enzymatische Oxidation von Tyrosin entstehen sowie die rotbraunen Phäomelanine, die durch Reaktion mit Cystein entstehen. Haare rothaariger Menschen enthalten Trichrome, die den Phäomelaninen zuzuordnen sind.

Einteilung

Es sind drei Arten von Menschenhaaren bekannt:

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