Granuloma gluteale infantum L92.8

Erstbeschreiber

Tappeiner u. Pfleger, 1971

Definition

Granulomatöse Erkrankung bei Säuglingen im Windelbereich ungeklärter Ätiologie; häufig im Anschluss an eine mit fluorierten Glukokortikoiden behandelte Windeldermatitis.

Ätiopathogenese

Ungeklärt. Diskutiert werden Reaktionen auf halogenierte externe Kortikosteroide, Candidose, Fremdkörperreaktion auf Babypuder.

Lokalisation

Gesäß, Oberschenkelbeugeseiten.

Klinisches Bild

Runde, auch ovale, kalotten- oder polsterartige, blaurote bis braunrote, prall-elastische Knoten entlang der Spaltlinien der Haut. Gelbbraune, lupoide Verfärbung unter Glasspateldruck.

Histologie

Polymorphzellige Infiltrationen mit reichlich Eosinophilen und Plasmazellen, Gefäßproliferationen, einzelnen Mikroabszessen, grampositiven Leukozyteneinschlüssen.

Therapie

Verlauf/Prognose

Günstig, Spontanheilung nach wenigen Monaten.

Literatur
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  1. Altmeyer P (1976) Steroidgranulome des Säuglings. Ihre pathogenetischen Beziehungen zum sog. Granuloma glutaeale infantum. Akt Dermatol 3: 113–115
  2. Bruckner-Tuderman L (1986) Granuloma glutaeale infantum. Hautarzt 37: 347–349
  3. Rowen JL et al. (2003) Mucocutaneous candidiasis. Semin Perinatol 27: 406-413
  4. Tabata H et al. (1997) Infantile gluteal granulomata mimicking mollusca contagiosa. Int J Dermatol 36: 157-158
  5. Tappeiner J, Pfleger L (1971) Granuloma gluteale infantum. Hautarzt 22: 383-388

Disclaimer

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Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014