Golimumab

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Tumornekrosefaktor-α-Inhibitor. Antipsoriatisch wirksamer monoklonaler Antikörper.

Indikation

Zugelassen für die Therapie von Rheumatoider Arthritis, Psoriasis-Arthritis und Spondylitis ankylosans (M. Bechterew).
  • Polyarthritis, chronische (rheumatoide Arthritis): in Kombination mit Methotrexat (MTX) zur Behandlung der mittelschweren bis schweren aktiven Rheumatoiden Arthritis bei Erwachsenen indiziert, wenn das Ansprechen auf eine antirheumatische Basistherapie (DMARD) einschließlich MTX unzureichend gewesen ist.
  • Psoriasis arthropathica (Psoriasis-Arthritis): zur Anwendung als Monotherapie oder in Kombination mit MTX zur Behandlung der aktiven und fortschreitenden Psoriasis-Arthritis bei Erwachsenen indiziert, wenn das Ansprechen auf eine vorhergehende antirheumatische Basistherapie (DMARD) unzureichend ist.
  • Ankylosierende Spondylitis ( Bechterew-v.-Strümpell-Marie-Krankheit): zur Behandlung der schweren, aktiven Ankylosierenden Spondylitis bei Erwachsenen, die auf eine konventionelle Therapie unzureichend angesprochen haben.

Schwangerschaft/Stillzeit

Nicht in Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden (ungenügende Datenlage).

Dosierung und Art der Anwendung

  • Rheumatoide Arthritis: 1mal/Monat 50 mg s.c. (jeweils am selben Tag des Monats) in Kombination mit der individuell erforderlichen Dosis MTX.
  • Psoriasis-Arthritis: 1mal/Monat 50 mg s.c. (jeweils am selben Tag des Monats), ggf. in Kombination mit der individuell erforderlichen Dosis MTX.
  • Ankylosierende Spondylitis: 1mal/Monat 50 mg s.c. (jeweils am selben Tag des Monats) in Kombination mit der individuell erforderlichen Dosis MTX.

Unerwünschte Wirkungen

  • Typisch sind Fieber, Lokalreaktionen an der Injektionsstelle (z.B. Erythem, Urtikaria, Schmerz, Purpura.
  • Häufig sind vermehrte Infektionen Infektion der oberen Atemwege (Nasopharyngitis, Pharyngitis, Laryngitis und Rhinitis), bakterielle Infektionen (z.B. Erysipel), virale Infektionen (z.B. Grippe und Herpes-Virusinfektionen), Bronchitis, Sinusitis, Mykosen, Anämien, Allergische Reaktionen, Arzneimittelexantheme, Urtikaria, Alopezie, Pruritus. Auch Depressionen, Schlaflosigkeit, Hypertonus, Obstipation, Dyspepsie, gastrointestinale und abdominale Schmerzen, Anstieg der Leberenzyme sind nicht selten.

Kontraindikation

Pat. < 18. LJ (ungenügende Datenlage).

Präparate

Simponi; zugelassen zur Therapie der Psoriasis-Arthritis.

Hinweis(e)

  • Merke! Die Patienten müssen vor, während und nach der Behandlung mit Simponi engmaschig auf Infektionen, einschließlich Tuberkulose, überwacht werden. Da die Elimination von Golimumab bis zu 5 Monate dauern kann, ist die Beobachtung über diesen Zeitraum fortzusetzen. Bei Auftreten einer schweren Infektion oder einer Sepsis muss die Behandlung mit Simponi abgesetzt werden.

  • Merke! Das therapeutische Ansprechen kann meist nach 3-4 Applikationen beurteilt werden.

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