Gibberelline

Zuletzt aktualisiert am: 04.08.2016

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Allgemeine Information

Gibberelline sind ein Gruppe von Phytohormonen, bei der bisher > 50 Vertreter bekannt sind.  Die bekannten natürlichen Vertretern werden mit GA1, GA2, GA3 usw. bezeichnet. Gibberelline werden vor allem in wachsenden Geweben höherer Pflanzen , z.B. in Sproß- und Wurzelmeristemen (Bildungsgewebe), sowie in Samen, Früchten und jungen Blättern (Blatt) gebildet. Zusammen mit Außenfaktoren, z.B. Licht, Temperatur beeinflussen die Gibberelline viele physiologische und morphogenetische Prozesse. Andere Wirkungen der Gibberelline sind Förderung des Längenwachstums von Sproßachsen durch Anregung von Zellwachstum und Zellteilung, Stimulierung zur Blütenbildung, Steigerung von Fruchtwachstum (Fruchtbildung) und Auslösen der Parthenokarpie bei Tomaten, Äpfeln und Gurken (Cucumis).

Pru p 7 wurde primär als "Peamaclein", später als „gibellerin-related-protein“ beschrieben. Dieses Protein ist ein potentes, digestions- und hitzeresistentes  Allergen (in versch. Kollektiven von Pfirsichsensibiliserten bei etwa 30% -50% der Patienten nachgewiesen). Seine   Funktion steht bisher noch nicht eindeutig fest.  Klinisch fanden sich bei Pru p 7-Sensibilisierten  v.a. faziale Ödeme wie Lidschwellungen; seltener wird eine allergische Urtikaria ausgelöst.   

Literatur
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  1. Pascal M et al. (2016) Component-Resolved Diagnosis of Peanut Allergy and Its Possible Origins of Sensitization in China. Int Arch AllergyImmunol 169:241-248
  2. Tuppo L et al. (2014) Structure, stability, and IgE binding of the peach allergen Peamaclein (Pru p 7). Biopolymers 102:416-425

Verweisende Artikel (1)

Pfirsichallergie;

Weiterführende Artikel (1)

Urtikaria allergische;
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