Gemmangiom D18.0

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Gefäßsprossgeschwulst; Gefäßsproßgeschwulst

Erstbeschreiber

Orsos, 1932

Definition

Sehr seltener, von pluripotenten Angioblasten ausgehender, typische Gefäßsprossen bildender Tumor unterschiedlicher Dignität.

Manifestation

Meist mittleres Lebensalter.

Lokalisation

Bevorzugt Gesichtsbereich, Mund- und Nasenschleimhaut; jedoch am gesamten Integument möglich, außerdem in inneren Organen (z.B. Lunge, Ileum).

Klinisches Bild

Solitärer, derb-elastischer, kutan oder subkutan gelegener, rötlich-livider oder hautfarbener Knoten. Meist benignes Verhalten mit langsamem Wachstum, jedoch auch lokale Infiltration und Destruktion der Umgebung möglich; sehr selten Metastasierung (teilweise wird die Existenz maligner Gemmangiome bestritten).

Histologie

Zahlreiche, netzförmig angeordnete, solide, teilweise auch kanalisierte Kapillarsprossen aus monomorphen Angioblasten, an Granulationsgewebe erinnernd. Homogene, meist spärlich ausgebildete Grundsubstanz ohne Entzündungszellen.

Therapie

Literatur
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  1. Böhm I (1998) Gemmangiom. Dt Dermatologe 46: 1016
  2. Rudolph PO (1982) Gemmangiom an der Fußsohle, ein malignes Melanom vortäuschend. Hautarzt 33: 614–615
  3. Wokalek H et al. (1988) Das Gemmangiom. Hautarzt 39: 298–301

Verweisende Artikel (1)

Gefäßsproßgeschwulst;

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