Gefäßtumoren kutane (Übersicht) L98.9

Synonym(e)

Hämangiome

Definition

Die gängigen Klassifikationen der kutanen Gefäßtumoren basieren auf morphologischen, klinischen und histologischen Kriterien. Bei den klinisch als "Geschwulst" erscheinenden vaskulären Proliferaten ist häufig unklar, ob es sich um: handelt. Eine weitere ätiopathogenetische und klinische Sonderstellung nimmt das Hämangiom des Säuglings ein.

Einteilung

Histologie

Struktureller Aufbau vaskulärer Tumoren:

  • Gefäßorientierung (intra- oder perivaskulär)
  • Architektur (lobär oder nodulär/diffus)
  • Endothelmuster (einschichtig oder papillär mehrschichtig)
  • Gefäßstruktur (organoide kapilläre Gefäße oder bizarre Gefäßstrukturen).

Immunhsitologie:

  • Immunhistologisch definieren sich intravaskuläre Angiome als Abkömmlinge von Blut-oder Lymphgefäßendothelien, perivaskuläre Angiome als Abkömmlinge von glatten Muskelzellen oder Perizyten.
  • Marker für Endothelien sind : CD31, ERG, FLI-1, Faktor VII-related antigen/v. Willebrand Faktor) , CD34, Ulex europaeus.
  • Marker für lymphatische Endothelien sind: D2-D40/Podoplanin, Prox1, LYVE1, VEGFR3 (vascular endothelial growth factor-3)
  • Bei den  perivaskulären Angiomen finden sich Reaktivitäten für alpha-Glattmuskel-Aktin, Desmin, Calponin, Caldesmon.   

Literatur

  1. Kutzner H (2003) Gefässtumoren der Haut. In: Kerl H et al. (Hrsg) Histopathologie der Haut. Springer Verlag, Berlin Heidelberg New York, S. 759
  2. North PE et al. (2003) Vascular neoplasms and neoplastic - like proliferations. In: Bologna J et al. (Hrsg) Dermatology. Mosby, London New York Toronto, S. 1818

Disclaimer

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Zuletzt aktualisiert am: 09.08.2017