Furunkulose L02.93

Zuletzt aktualisiert am: 19.06.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Furunculosis

Definition

Rezidivierende bzw. kontinuierliche Ausbildung von Furunkeln. Gleichzeitiges Vorkommen mehrerer Furunkel ist möglich.

Ätiopathogenese

Häufig Abwehrschwäche, z.B. infolge von Stoffwechselkrankheiten, Diabetes mellitus, Magen-Darm-Störungen, chronischen Nephritiden, Erkrankungen des hämatopoetischen Systems.

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Diagnose

Wichtig sind Abstrichuntersuchungen an "Staphylokokkenreservoiren" (Nase; Axilla; Leiste, Perianalbereich).

Therapie

S.u. Furunkel. Abklärung und Behandlung der möglichen Grunderkrankung (z.B. Diabetes mellitus, immundefizitäre Erkrankungen). Antibiotische Therapie nach Antibiogramm.

Externe Therapie

In den Intertrigines mehrfach täglich desinfizierende Maßnahmen, z.B. Polihexanid (Serasept, Prontoderm), Chinolinol (z.B. Chinosol oder R042 ), Cadexomer-Jod (Iodosorb Salbe), Polyvidon-Jod (Betaisodona), Ethacridinlactat (z.B. 1% Ethacridinlactat-haltige Zinkpaste) ; Mullstreifeneinlage). Lokale Antibiose der Nase mit Mupirocin (z.B. Turixin Salbe).

Prophylaxe

Konsequente Desinfektion der Keimreservoire; keine eng anliegende Kleidung; regelmäßiges Wechseln der Bekleidung.

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

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