Follikulitis (Übersicht) L73/ L01/

Bildübersicht

Synonym(e)

Folliculitis; Follikelentzündung; Haarfollikelentzündung; Sykose; Sycosis;

Definition

  • Eitrige oder nicht eitrige Entzündung des Haarfollikels.
  • Follikulitiden werden einerseits unterschieden nach Etage und Akuität der Follikelentzündung; andererseits wird das klinische Bild entscheidend durch die befallene Körperregion geprägt. Eine sehr oberflächliche Follikulitis bezeichnet man als Ostiofollikulitis. Bei tiefen Follikulitiden (Follikulitis profunda-Furunkel/Karbunkel) besteht die Gefahr der Follikelzerstörung und Ausbreitung der Entzündung auf die Umgebung (eitrige Perifollikulitis).
  • Follikulitiden können bakterieller, mykotischer oder parasitärer Genese sein (die häufigsten Erreger sind Staphylococcus aureus, seltener gramnegative Keime, DermatophytenCandida-Spezies oder Demodex folliculorum). 
  • Nicht eitrige Follikulitiden treten bei chronischen Verhornungsstörungen des Haarfollikels (follikuläre Keratosen) oder bei Haarwachstumsstörungen auf, weiterhin als Medikamentenreaktionen oder Vitamindefizienzien.
  • Bei einer Reihe von follikulären Entzündungen (z.B. pustulöse eosinophile Follikulitis) ist die Ursache gänzlich unbekannt.   

Einteilung

In der vorliegenden Übersicht sind follikulär gebundene Entzündungen aufgeführt, die teils unter Namen „Follikulitis“ oder „Folliculitis“ aber auch unter andern Begriffen, die den Bezug zu einer Folliklentzündung nicht vermuten lassen. Nicht aufgelistet sind die Erkrankungen des „Akne vulgaris Komplexes“. Follikulitiden können auch nach ihrer Etage in der sie auftreten unterteilt werden ind superfizielle und tiefe Follikulitiden.  

Therapie

Entsprechend den einzelnen Krankheitbildern. 

Literatur

 

  1. Laureano AC et al. (2014)  Facial bacterial infections: folliculitis. Clin Dermatol 32:711-714
  2. Sardana K (2014) Follicular disorders of the face. Clin Dermatol 32:839-872
  3. Vañó-Galván S et al. (2015) Folliculitis decalvans: a multicentre review of 82 patients. J Eur Acad Dermatol Venereol doi: 10.1111/jdv.12993.

 

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

Zuletzt aktualisiert am: 09.08.2017