Folliculitis barbae candidamycetica B37.2

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Bartpilzflechte; Candidafolliculitis

Definition

Seltene, durch Candida-Arten hervorgerufene Follikulitis im Bartbereich, meist bei geschwächter Abwehrlage.

Erreger

Candida albicans, seltener andere Candida-Spezies.

Ätiopathogenese

Diabetes mellitus, Lymphome, Leukämien, immunsuppressive Therapie, längerfristige lokale Therapie mit Glukokortikosteroiden.

Manifestation

Meistens bei Männern im mittleren Erwachsenenalter auftretend.

Lokalisation

Bartbereich.

Klinisches Bild

Follikulär gebundene Papeln und Pusteln, evtl. größere, von Pusteln durchsetzte Knötchen, Impetiginisation. Flächenhafte, unscharf begrenzte Rötung und Schwellung der Haut.

Diagnose

Erregernachweis (nativ und kulturell).

Komplikation

Bakterielle Sekundärinfektion.

Therapie allgemein

Rasur des Bartes. Wichtig ist die Aufdeckung der prädisponierenden Faktoren (z.B. Diabetes mellitus, stattgehabte Antibiotikatherapie, immundefizitäre Erkrankungen).

Externe Therapie

Ablösung der Krusten mit 2-5% Salicylsäure-Salbe (z.B. Salicylvaseline Lichtenstein, R228 ) oder -Öl  oder fett-feuchten Verbänden. Kurzfristig kommen auch feuchte Umschläge mit antiseptischen Zusätzen wie Chinolinol (z.B. Chinosol 1:1000, R042 ) oder verdünnter Kaliumpermanganat-Lösung (hellrosa) in Betracht. Später Breitband- Antimykotika vom Typ der Azole wie 2% Clotrimazol-Cremes/Salben (z.B. R056 , Canesten Creme) oder Ciclopirox (z.B. Batrafen Creme).

Interne Therapie

Bei ausgedehntem Befall oder bei gleichzeitigem Vorliegen einer Candidose der Mundschleimhaut oder Enddarmcandidose ist eine interne Therapie mit Antimykotika vom Typ der Azole zu erwägen, z.B. mit Itraconazol (Sempera Kps.) 100-200 mg/Tag über 4-6 Wochen oder Fluconazol 1mal/Tag 50 mg p.o. über 4-6 Wochen (bei schweren Fällen 100 mg/Tag p.o.). S.a.u. Candidose.

Literatur
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  1. Seebacher C et al. (2006) Candidose der Haut. J Dtsch Dermatol Ges 4: 591-596

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