Flucloxacillin

Zuletzt aktualisiert am: 08.12.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

CAS-Nummer: 5250-39-5

Definition

Penicillinasefestes Betalactam-Antibiotikum, welches speziell zur Therapie von Betalactamase-bildende Staphylokokken entwickelt wurde.  Flucloxacillin wird deshalb auch als ein "Staphylokokkenpenicillin" bezeichnet.

Flucloxacillin gehört zu der Gruppe der Isoxazolyl­-Antibiotika, zu denen auch Cloxacillin, Dicloxacillin und Oxacillin gehören. 

Halbwertzeit

0,7–1 h

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Wirkungsspektrum

Infektionen mit Betalactamasen bildenden Staphylokokken (z.B. Staphylococcus aureus und Staphylococcus epidermidis), aber auch Streptococcus pyogenes, Klebsiella pneumoniae, Neisseria-Arten, Bacillus anthracis (Milzbrand), Bacillus subtilis, Clostridien sowie Listeria monocytogenes indiziert.

Die meisten Enterokokken sind gegen Flucloxacillin resistent.

Indikation

Infektionen mit Flucloxacillin-empfindlichen Keimen (insbes. penicillinasebildenden Staphylokokken) bei Infektionen der Haut, Schleimhäute u. des Weichteilgewebes ( Furunkel, Abszess, Pyodermie, Panaritium, Paronychie, Mastitis), Infektionen der Atemwege, Infektionen der Knochen u. des Knochenmarkes.

Schwangerschaft/Stillzeit

Strenge Indikationsstellung (Wirkstoff ist plazentagängig und tritt in die Muttermilch über).

Dosierung und Art der Anwendung

  • Erwachsene: 3-4mal/Tag 1-2 g p.o., i.v. oder i.m.
  • Kinder 10-14 Jahre: 3-4mal/Tag 0,5 g.
  • Kinder 6-10 Jahre: 3mal/Tag 0,25-0,4 g.
  • Kinder < 6 Jahre: 40-50 mg/kg KG/Tag verteilt auf 3 ED, max. 100 mg/kg KG/Tag.

Unerwünschte Wirkungen

Gelegentlich u.a. Erythema nodosum, Pruritus, Urtikaria.

Selten gastrointestinale Nebenwirkungen (Übelkeit, Erbrechen), Hypernatriämie, Hypermagnesiämie.

Weiterhin induziert Flucloxacillin in seltenen Fällen eine Immunthrombozytopenie.

Kontraindikation

Penicillinallergie, Leberfunktionsstörungen/Ikterus unter Flucloxacillintherapie.

Präparate

Staphylex®

Literatur
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  1. Jatzlauk G et al. (2016) Flucloxacillin-induced immune thrombocytopenia. Transfusion 56:67-72.


 

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