Flohstich T14.-

Zuletzt aktualisiert am: 18.10.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

flea bite; Flohbefall; Pulicosa; Pulikose

Definition

Stich durch Flöhe mit konsekutiver Ausbildung juckender Quaddeln oder Papeln mit akzentuierter (meist hämorrhagischer)  zentraler Einstichstelle.

Erreger

Vor allem Menschenfloh (Pulex irritans), auch Hundefloh, Katzenfloh, s.a. Flöhe.

Lokalisation

Da sich Flöhe v.a. in den Kleidern aufhalten, finden sich die Stiche in erster Linie an bekleideten Hautpartien.

Klinisches Bild

Meist multiple, gruppierte (typischerweise sind Dreierkonfigurationen der Stiche -breakfast, lunch, dinner- der Floh führt Probestiche vor dem Hauptstich durch), asymmetrisch angeordnete Quaddeln und juckende Papeln; selten Blasenbildung. Zentral punktförmige hämorrhagische Einstichstellen, gut unter Glasspateldruck erkennbar.

Komplikation

Durch übertragene humanpathogene Keime kann es zu Superinfektionen kommen.

Der Rattenfloh ist Überträger von Yersinia pestis.

Hundefloh/Katzenfloh sind Zwischenwirte für Dipylidium caninum (Bandwurm), Francisella tularensis (Tularämie), Rickettsien (Fleckfieber). 

   

Externe Therapie

Interne Therapie

Prophylaxe

  • Einreibung mit Repellents (z.B. Autan).
  • Wichtig ist die Sanierung der Umgebung (Hunde, Katzen und ihre Lagerstätten, Raumsanierung) mit Substanzen wie z.B. Permethrin, Pyriproxifen, Piperonylbutoxid. Am besten geeignet sind hier beim Tierarzt erhältliche Vernebler (z.B. Indorex Fogger) oder Sprays.
  • Bettwäsche und Kleidung heiß waschen (Kochwäsche).
  • Evtl. Anlegen von Floh-/Zeckenhalsbändern (z.B. mit dem Wirkstoff Dimpylat) bei Haustieren.

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

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