Fibromatosis gingivae (idiopathica) Q38.6

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Elephantiasis gingivae

Definition

Bezeichnung für eine heterogene Gruppe von Krankheitsbildern, denen eine idiopathische, diffuse, nicht-neoplastische, bindegewebige Wucherung von Gingiva ( Gingivahyperplasie) und hartem Gaumen gemeinsam ist. Ein Teil der Erkrankungen ist ausschließlich intraoral lokalisiert (s.u. Gingivitis hyperplastica), manche Fälle sind auch mit Missbildungen anderer Organsysteme kombiniert (s.u. Fibromatosen).

Ätiopathogenese

Diskutiert werden idiopathische Genese sowie autosomal-dominante Vererbung, kombinert mit lokalen Reizfaktoren.

Manifestation

Beginn mit Durchbruch der Milchzähne, Fortsetzung nach der 2. Dentition. In seltenen Fällen kann die Gingivahyperplasie mit Hypertrichose ( Hypertrichosis lanuginosa) kombiniert sein (sog. Haarmenschen).

Lokalisation

Der Oberkiefer ist stärker als der Unterkiefer betroffen. Dabei ist der Frontalbereich exzessiver befallen als Lateralbereich.

Klinisches Bild

Meist symmetrisch auftretende Zahnfleischwucherungen beider Kiefer mit glatter oder papillomatöser Oberfläche und unscharfem Übergang zur Umgebung. Ausgangspunkt sind Interdentalpapillen. Die Fibromatose kann die ortsständigen Zähne komplett überwuchern (Pseudo-Anodontie). Malokklusion, Artikulations- und Kauschwierigkeiten sind die Folgen der Gingivahyperplasie.

Histologie

Faserreiches Gewebe, unscharfe Begrenzung, myxoide Degeneration des Bindegewebes; mehrkernige Riesenzellen.

Therapie

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

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