Febris undulans A23.8

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Febris undulans bovina; M. Bang; Morbus Bang; undulant fever

Erstbeschreiber

Marston, 1861; Bruce, 1887; Bang, 1897

Definition

Durch Infektion mit Bruzellen (gramnegative aerobe Stäbchen) hervorgerufene, meldepflichtige Anthropozoonose. S.u. Bruzellosen.

Erreger

Überwiegend Brucella abortus.

Klinisches Bild

  • Nach dem Stadium der Bakteriämie mit undulierendem Fieber kommt es zu einer granulomatösen Entzündung v.a. in Lymphknoten, Milz und Leber.
  • Hautveränderungen sind selten (< 5% der Fälle): Makulöses Exanthem, auch multiform; auch Auftreten von Erythema nodosum ist möglich. Beschrieben wurden auch Lupus erythematodes-artige Gesichtsläsionen.

Externe Therapie

Interne Therapie

Verlauf/Prognose

In ca. 5-10% der therapierten Fälle kommt es zu Rückfällen. Bei Therapie in der akuten Phase (während der ersten 3 Monate nach der Infektion) sind die Heilungsaussichten nahezu 100%, später 60-80%.

Literatur
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  1. Bang B (1897) Die Aetiologie des seuchenhaften ("infectiösen") Verwerfens. Z Tiermedicin 1: 241-278
  2. Bruce D (1887) Note on the discovery of a microorganism in Malta fever. Practitioner (London) 39: 161-170
  3. Marston JA (1861) Report on fever (Malta). Royal Army Med Dept Rep 3: 486-521
  4. Weber A (2004) Topical epidemiology of selected bacterial zoonoses. Gesundheitswesen 66(Suppl1): 26-30

Disclaimer

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