Exposom

Zuletzt aktualisiert am: 20.11.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Gesamtheit aller nicht-genetischen, endogenen wie exogenen Umwelteinflüsse, denen ein Individuum ausgesetzt ist.  Das Exposom eines Individuums besteht aus den extrinsischen und intrinsischen Umweltfaktoren. Zu den extrinsischen Umweltfaktoren gehören: Schadstoffe, Allergien, Schimmelpilze, bakterielle Produkte und Krankheitserreger unterschiedlicher Art. Zu den intrinsischen Umwelt Faktoren gehören: genetischer Hintergrund, Hormone und kommensale Mikroorganismen. Die normale Immunreaktion auf kommensale  Mikroorganismen und Allergene ist die Toleranz. Die normale Immunreaktion auf mykogene, bakterielle und virale Erreger ist eine komplexe Immunantwort, die zu einer Beseitigung der Pathogene führen soll.

Allgemeine Information

Der Einfluss von Umweltfaktoren auf Prävalenz und Ausprägung von atopischen Erkrankungen ist vielfach gezeigt worden. Ultrafeine Partikel wie sie in Diesel-Abgasen vorkommen verstärken tierexperimentell Asthma. Pollen von Birken, die unter natürlichen Umweltbedingungen gewachsen sind können urbanisierungsbedingte Veränderungen in ihrem Allergiepotenzial aufweisen. Birkenpollen die einer erhöhten Ozonkonzentration in der Außenluft ausgesetzt waren sind stärker chemotaktisch für neutrophile Granulozyten. Sie weisen einen höheren Gehalt am Hauptallergen Bet v 1 auf.

Hinweis(e)

Der Begriff " Exposome„  ist zusammengesetzt aus:  Exposure und Genome.

Literatur
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  1. Gilles S et al.(2014) die Achse Umwelt-Erreger-wird bei übertragbaren und nicht übertragbaren Krankheiten: Jüngste Fortschritte in der experimentellen und klinischen Forschung. JDDG 12: 395-400

Weiterführende Artikel (1)

Birke;
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