Erysipelas carcinomatosum C80.x2

Synonym(e)

Carcinoma erysipelatoides

Definition

Flächige Durchsetzung der Haut mit Tumorzellen durch Metastasierung v.a. über die Lymphgefäße der unteren Dermis und Subkutis. Vorkommen v.a. beim Mamma-Karzinom. Seltener bei Karzinomen des Pankreas, Magens, der Lunge, des Rektums und des Ovars. Übergang in einen Cancer en cuirasse möglich. S.a. Hautmetastase. Analoge klinische Bilder können auch bei loko-regionärer Metastasierung des malignen Melanoms entstehen (Erysipelas melanomatosum).

Klinisches Bild

Scharf und zackig begrenzte, flammend gerötete, überwärmte, evtl. druckdolente, teigig-ödematöse, meist sehr derbe Plaques unterschiedlicher Größe (meist 2-50 cm, seltener einen kompletten Körperteil umschließend) die mit Teleangiektasien unterschiedlich dicht besetzt sind. Häufig elevierter Randwall. Die Oberfläche zeigt oft ein Orangenhautphänomen.

Histologie

Tumorzellinvasion mit Dilatation v.a. der tiefen dermalen und subkutanen Lymphgefäße, Hyperämie, Ödem, perivaskuläres Rundzellinfiltrat.

Differentialdiagnose

Therapie

Verlauf/Prognose

Infaust. 1/3 der Patienten weisen zum Manifestationszeitpunkt bereits Fernmetastasen auf.

Literatur
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  1. Hariry H et al. (2000) Erysipelas carcinomatosum in tubular adenocarcinoma of the stomach. Hautarzt 51: 950-952
  2. Krumbholz A et al. (2006) Erythematous swelling of the left arm in a 70-year old woman. Erysipelas carcinomatosum in breast carcinoma. J Dtsch Dermatol Ges 4:69-71
  3. Lindmaier A et al. (1990) 2 cases of melanomatous erysipelas--differential diagnosis and terminology. Hautarzt 41:628-632

 

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Zuletzt aktualisiert am: 20.11.2017