Erdnussöl

Zuletzt aktualisiert am: 29.11.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

Alle Autoren

Synonym(e)

Arachidis oleum raffinatum; Arachis hypogaea oil (INCI); Arachisöl; Erdnußöl; Oleum arachidis

Definition

Aus den Samen von reifen Erdnüssen, durch Pressung gewonnenes fettes, klares, hellgelbes Öl von (bei kaltgepresstem Öl) schwachem erdnussartigem Geruch, das in Medizinprodukten (s.u. Ung. leniens (Kühlsalbe) u.a. Erdnussöl-Fettsalbe), aber auch zur reinen Körperpflege benutzt wird (Arachis hypogaea oil - INCI). Sterilisiertes Erdnussöl wird auch zur parenteralen Nutzung eingesetzt. 

In verschlossenen Gefässen und bei dunkler und gekühlter Lagerung ist es 1-2 Jahre haltbar.

Allgemeine Definition

Kaltgepresstes Erdnussöl (Oleum arachidis) besitzt eine leichte bis deutliche Erdnussnote. Gehärtetes Erdnussöl (Oleum arachidis hydrogenatum - s.a. Kosmetik: Hydrogenated peanut oil) ist fast geruchlos. Es wird auf Grund eines hohen Anteils an langkettigen Fettsäuren bei etwa 10 °C bereits dickflüssig und bei 2-3 °C fest.

Hinweis(e)

Die Fettsäurezusammensetzung des Erdnussöls variiert je nach Anbaugebiet. Durchschnittlich enthalten Erdnussöle etwa 35-69% 1fach-ungesättigte Ölsäure und etwa 13-35% 2fach-ungesättigte Linolsäure. Weiterhin gesättigte Fettsäuren wie Palmitinsäure (ca. 8-14%), Stearinsäure (etwa 1-4%), Arachinsäure (1-2%), Behensäure (2-5%), Lignocerinsäure (1-2%). Weiterhin kommen Tocopherole (Vitamin E-Formen), Lecithin und Sterole vor.

Weiterführende Artikel (3)

Erdnuss; Hydrogenated peanut oil (INCI); Kühlsalbe;
Abschnitt hinzufügen

Autoren

Zuletzt aktualisiert am: 29.11.2018