Epulis K06.80

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Alveolarfortsatztumor; Zahnfleischgeschwulst; Zahnfleischgranulom

Definition

Oberbegriff für ätiologisch uneinheitliche, tumorähnliche, unspezifische, entzündlich-irritative Granulations- bzw. Resorptionsgeschwülste, die solitär oder multipel im Bereich der Gingiva oder auch der Alveolarschleimhaut auftreten.

Einteilung

Folgende Einteilung ist möglich:

Ätiopathogenese

Wahrscheinlich durch chronische Reizung des Zahnfleisches (Prothese, Zahnfüllung) bedingt; auch angeboren. Gehäuftes Auftreten während der Schwangerschaft (Epulis gravidarum oder Schwangerschaftstumor). Die sog. Riesenzellepulis tritt bereits ab dem 6. Lebensjahr auf und zwar während des Zahnwechsels. Bei der Epulis fibrosa führen Fibrosierungen zur Bildung eines harten, rötlichen Tumors, meist an der vestibulären Seite der Gingiva.

Lokalisation

Meist Alveolarkamm; Gingiva.

Klinisches Bild

Erbs- bis kirschgroße, hochrote, zentral gelegentlich erodierte oder ulzerierte, leicht blutende polypöse Geschwülste; je nach Ausdehnung Diastema und sekundäre Malokklusion; keine wesentliche Schmerzhaftigkeit.

Histologie

Meist unspezifische Granulationsgeschwulst.

Differentialdiagnose

Benigne oder maligne Geschwülste; Fibrome; Fisteln; Pulpapolypen.

Therapie

Weiterführende Artikel (4)

Epulis fibrosa; Epulis gravidarum; Exzision; Riesenzellepulis;

Disclaimer

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