Endoglin

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Endoglin (CD105) ist ein auf endothelialen Zellen vorkommendes homodimeres Glykoprotein (180 kDa), welches für Prozesse der Angiogenese essentiell ist.

Allgemeine Information

Endoglin ist bevorzugt auf endothelialen Zellen von Kapillaren, Venen und Arterien vorzufinden. Es fungiert als akzessorischer Rezeptor für Mitglieder der TGF-ß Familie, die als Wachstumfaktoren einen entscheidenden Einfluss auf den Vorgang der Angiogenese nehmen. Neben dieser Bedeutung bestehen auch Hinweise auf eine Assoziation mit der Gefäßneubildung und Prognose von neoplastischen Erkrankungen. Durch diese Erkenntnis werden mittlerweile antitumorale Strategien mittels experimenteller Anwendungen von Endoglin-Antikörpern entwickelt. Postuliert wurde ferner der Einfluss auf die Ontogenese. Experimente mit Mäusen ohne das für Endoglin kodierende Gen haben gezeigt, dass diese aufgrund von kardiovaskulären Anomalien gestorben sind. Zusätzlich wurde die Hypothese vertreten, dass Endoglin eine physiologische Rolle in der Stroma-Hämatopoese-Interaktion während der Ontogenese spielt. Beim Menschen ist bekannt, dass eine autosomal dominante Mutation des für Endoglin kodierenden Gens eine ätiologische Rolle bei der Entstehung der Teleangiectasia hereditaria haemorrhagica vom Typ 1 spielt.

Literatur
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