EMPACT L51.0

Zuletzt aktualisiert am: 19.06.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Erythema multiforme associated with phenytoin and cranial radiation therapy

Definition

Akronym für "erythema multiforme associated with phenytoin and cranial radiation therapy".

Klinisches Bild

Onkologischen Patienten mit Hirnmetastasen wird häufig zur Anfallsprophylaxe Phenytoin verabreicht. Bei einigen Patienten können schwere UAW (s.a.u. Arzneimittelreaktion, unerwünschte) wie z.B. die Entwicklung eines Erythema exsudativum multiforme (EEM) auftreten. Bei einer Untergruppe dieser Patienten, die sich zusätzlich einer Strahlentherapie ihrer Hirnmetastasen unterziehen, ist ein exklusives Auftreten von EEM-artigen-Läsionen im Strahlenfeld zu beobachten.

Fallbericht(e)

  • 52-jährige Patientin, die wegen eines zerebral metastasierten Bronchialkarzinoms eine Ganzhirnbestrahlung erhielt und zur Anfallsprophylaxe Phenytoin. 3 Wochen nach Einleiten der Therapie mit Phenytoin zeigte sich ein zunächst auf das Bestrahlungsgebiet beschränktes Erythema exsudativum multiforme mit Schleimhautbeteiligung. Nach wenigen Tagen Ausbreitung auf den Oberkörper.
  • Therapie und Verlauf: Sofortiges Absetzen von Phenytoin, sowie die zusätzliche systemische Gabe von Kortikosteroiden, hochdosierten Immunglobulinen in Verbindung mit einer intensiven Lokal- und Schmerztherapie führte zur vollständigen Abheilung. Eine Epikutantestung ergab eine Typ-IV-Sensibilisierung auf Phenytoin.

Literatur
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  1. Ahmed I et al. (2004) Erythema multiforme associated with phenytoin and cranial radiation therapy: a report of three patients and review of literature. Int J Dermatol 43: 67-73

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