Effluvium, postpartales O99.7

Zuletzt aktualisiert am: 28.03.2016

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

Alle Autoren

Definition

Physiologische und reversible Reaktion des Haarfollikelepithels während der Schwangerschaft mit einer hormonellen, vermutlich Östrogen-bedingten Veränderung des Haarzyklus. S.u. Schwangerschaft, Hautveränderungen.

Klinisches Bild

Durch die hormonelle Umstellung nimmt die Haardichte und Haarlänge im 2. und 3. Trimenon der Schwangerschaft zu. Es kommt zu einem längeren Verbleib in der Anagenphase. Die Verlängerung der Anagenphase ist mit der Entbindung beendet. 4 Wochen bis zu 4 Monate post partum kommt es zu einem synchronisierten Übergang in die telogene Phase. Hieraus resultiert ein diffuses telogenes Effluvium, das bis zu 9 Monaten anhalten kann.

Verlauf/Prognose

Etwa bis zu einem Jahr nach dem Partus ist der Haarbesatz ausgedünnt. Danach setzt wieder das asynchrone Haarwachstum ein. Allerdings kann sich mit wiederholten Schwangerschaften das Haarkleid dauerhaft reduzieren.

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Ambros-Rudolph CM (2006) Dermatoses of pregnancy. J Dtsch Dermatol Ges 4: 748-759
  2. Schell H (1997) Erkrankungen der Haare. Kohlhammer, Stuttgart Berlin Köln

Weiterführende Artikel (1)

Schwangerschaft Hautveränderungen;

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

Abschnitt hinzufügen

Autoren

Zuletzt aktualisiert am: 28.03.2016