Effluvium, infektbedingtes L65.9

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Diffuser reversibler Verlust von Kopfhaaren durch infektbedingte Störungen des Haarzyklus.

Ätiopathogenese

Assoziationen mizt fieberhaften akuten oder chronischen Infekten sind beschrieben.

Klinisches Bild

Der Haarausfall setzt akut und progredient ein. Meist bleibt ein relativ dichter fronto-parietaler Haarsaum erhalten.

Diagnose

Im Trichogramm sind nur unspezifische pathologische Wurzelmuster nachweisbar (telogen, dystrophisch, gemischt), die keine Rückschlüsse auf die auslösende Noxe erlauben. Anamnestisch ist der zeitliche Bereich, z.B. bei Infekten von 4 bis 6 Wochen, vor Beginn eines akut-dystrophischen Effluviums entscheidend.

Verlauf/Prognose

Nach etwa drei Monaten ist mit einem Wiederwachstum der Haare zu rechnen.

Literatur
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  1. Almagro M et al. (2002) Telogen effluvium as a clinical presentation of human immunodeficiency virus infection. Am J Med 112: 508-509
  2. Ross EK, Shapiro J (2005) Management of hair loss. Dermatol Clin 23: 227-243
  3. Schell H (1997) Erkrankungen der Haare. W. Kohlhammer, Stuttgart Berlin Köln

Verweisende Artikel (1)

Immundefektsyndrom variables;

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