Effluvium, chronisch telogenes L65.8

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Über Jahre bestehender, sich phasenhaft verschlechternder, permanenter, diffuser Haarausfall mit Verlust von 100-200 Haaren/Tag.

Ätiopathogenese

Ätiologisch ungeklärte verkürzte Anagenphase von etwa 2-3 Jahren. Mögliche Ursachen sind u.a. Eisenmangel, Zinkmangel, nutritive Strörungen, Schilddrüsenerkrankungen, Hyperprolaktinämie.

Manifestation

Bei Frauen ab 40 Jahre.

Klinisches Bild

Allenfalls Ausdünnung des Haupthaares, jedoch keine Alopezie.

Diagnose

Diagnostik ist erforderlich, wenn klassische Ursachen eines telogenen Effluviums (s.u. Alopecia androgenetica bei der Frau) ausgeschlossen sind und bei einer Pat. über längere Zeit eine Telogenrate > 20% im Trichogramm nachweisbar ist.

Externe Therapie

Eine Verlängerung der verkürzten Haarzyklen läßt sich im Einzelfall durch Minoxidil-Lösung (z.B. Regaine) erreichen.

Interne Therapie

Ggf. erforderlich sind zusätzliche Eisen- oder Zinksubstitution (z.B. Zinkorotat 20 mg/Tag; Ferro sanol duodenal 100 mg/Tag).

Literatur
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  1. Wolff H et al. (2008) Haarverlust bei Frauen - Diagnostik und Therapie. Hautnah Derm 24: 10-14

Weiterführende Artikel (1)

Alopecia androgenetica bei der Frau;

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