ECP

Zuletzt aktualisiert am: 20.11.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Eosinophiles kationisches Protein

Definition

ECP (= eosinophiles cationisches Protein) ist ein hochbasisches Granulaprotein eosinophiler Granulozyten. ECP ist ein Markerprotein zur Bestimmung der Aktivität des atopischen Ekzems und von Asthma bronchiale.

Allgemeine Information

  • ECP ist geeignet für das Monitoring vieler aktiver entzündlicher Erkrankungen, da die Höhe der zirkulierenden ECP-Spiegel oft den Status des Entzündungsgeschehens widerspiegelt.
  • ECP wirkt toxisch auf Neuronen, einige epitheliale Zelllinien und isolierte Myokardzellen. Obwohl die zirkulierenden ECP-Spiegel bei Patienten stark variieren, sprechen einige Studien für die Brauchbarkeit von ECP-Messungen als Entzündungsmarker. Die ECP-Konzentrationen im Plasma und in anderen Körperflüssigkeiten steigen bei Entzündungsreaktionen, die durch Eosinophilenaktivierung gekennzeichnet sind. Die neuronale Toxizität des ECP kann zu Juckreiz führen und die zirkulierenden ECP-Spiegel können einen Hinweis auf den Schweregrad verschiedener Hauterkrankungen geben. Es gibt Hinweise dafür, dass die ECP-Spiegel im Serum die Aktivität des atopischen Ekzems (und auch des allergischen Asthma bronchiale) widerspiegeln. Diese Korrelation ist höher als die der Gesamt-IgE Spiegel im Serum mit den klinischen Symptomen. Grundsätzlich ist jedoch anzumerken, dass die ECP-Bestimmungen aus dem Serum erheblichen interindividuellen Schwankungen unterliegen.

Hinweis(e)

Die ECP-Bestimmung eignet sich aufgrund ihrer erheblichen interindividuellen Streuung nicht zur individuellen Vorhersage. Der ECP-Wert erlaubt nur eine Aussage über den Aktivierungsstand der eosinophilen Granulozyten. Er ist weder geeignet zur diagnostischen Abklärung, noch erlaubt ein erhöhter Wert eine Zuordnung zu einem spezifischen Krankheitsbild.

Literatur
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  1. Renz H et al. (2003) In-vitro-Allergiediagnostik. Allergologie 26: 237-254
  2. Renz H et al. (2009) In-vitro-Allergiediagnostik. Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) Allergo J 19: 110-128
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