Echinostomiasis B66.8

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Garrison's fluke infection

Definition

Trematodeninfektion durch Darmegel der Gattung Echinostoma.

Erreger

  • Trematoden: Darmegel der Gattung Echinostoma. Über 10 verschiedene Arten sind für menschliche Infektionen verantwortlich.
  • Häufigste Arten sind Echinostoma ilocanum (synonym: Echinostoma lindoense), E. malayanum, E. revolutum und Hypoderaeum conoideum.
  • Erster Zwischenwirt sind Wasserschnecken, zweite Zwischenwirte sind Süßwasserfische und Schnecken.
  • Adulte sind 5-15 mm lang.
  • Infektion durch Verzehr von rohen oder ungenügend gekochten Schnecken oder Fischen.

Vorkommen/Epidemiologie

Verbreitung in Indonesien, Philippinen, Thailand, Taiwan.

Klinisches Bild

Uncharakteristische abdominelle Beschwerden, Meteorismus, leichte Durchfälle, Anämie, Ödeme. Bei schweren Verlaufsformen ausgeprägte Anämiezeichen, insbes. zyanotisch anmutende Zungengrundgefäße und Lippenblässe. Gelegentlich perianaler Juckreiz.

Diagnose

  • Mikroskopie des Stuhls: 80-150 x 50-90 µm große ovale Eier.
  • Artdifferenzierung der Eier und Unterscheidung von Fasciolopsis buski und Fasciolaarten ist schwierig.

Therapie

  • Praziquantel: Einmaldosis von 25 mg/kg KG p.o.
  • Alternativ Albendazol: 2mal/Tag 400 mg p.o. für 3 Tage.
  • Alternativ: Niclosamid 150 mg/kg KG bis maximal 6 g p.o. an 2 aufeinanderfolgenden Tagen.
  • Alternativ: Tetrachlorethylen 0,1 mg/kg KG p.o. als Einmaldosis.

Prophylaxe

Meidung von rohen Schnecken und Fisch.

Literatur
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  1. Carney WP (1991) Echinostomiasis--a snail-borne intestinal trematode zoonosis. Southeast Asian J Trop Med Public Health 22 (Suppl): 206
  2. Maclean JD et al. (2006) Liver, lung, and intestinal fluke infections. In: Guerrant, RL, Walker, DH, Weller, PF (Eds) Tropical Infectious Diseases: Principles, Pathogens and Practice, 2nd ed. Churchill Livingstone, Philadelphia, Chap 117. p. 1349

Verweisende Artikel (1)

Fasciolopsiasis;

Weiterführende Artikel (4)

Albendazol; Niclosamid; Praziquantel; Tetrachlorethylen;

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