Dipylidiasis B71.1

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Dog tapeworm infection

Definition

Zestodeninfektion. Infektion durch die orale Aufnahme von Flöhen oder Kontakt mit Hundekot oder Verzehr kontaminierter Nahrung.

Erreger

  • Dipylidium caninum (Zestode, Gurkenkernbandwurm).
  • Die Aulten sind 10-70 cm lang und 2-4 mm breit.
  • Der Zestode parasitiert im Dünndarm und besteht aus 200 Bandwurmgliedern (Proglottiden) und sind von elliptischer, gurkenartiger Form.
  • Ausgelöste Glieder wandern eigenständig aus dem Darm.
  • Die Eipakete werden freigesetzt, wenn die Glieder eintrocknen. Die Eier werden von Floharten und Mallophagen aufgenommen. Dort schlüpft die Larve (Onkosphäre), die sich im Wirt zum Zystizerkoid weiterentwickelt. Im Endwirt wie Katzen, Hunden und Menschen reifen diese zu Adulten heran.
  • Infektion z.B. durch die orale Aufnahme von Flöhen oder Kontakt mit Hundekot oder Verzehr kontaminierter Nahrung.

Vorkommen/Epidemiologie

Weltweite Verbreitung. Vorkommen bei Hunden, Katzen und selten beim Menschen, vorwiegend bei Kleinkindern.

Klinisches Bild

  • Die meisten Infektionen verlaufen asymptomatisch.
  • Oft Uncharakteristische Beschwerden wie Verdauungsstörungen, Durchfälle, abdominelle Schmerzen und Analpruritus, generalisierter Pruritus, urtikarielles Exanthem, Gewichtsabnahme und Bluteosinophilie.

Diagnose

Mikroskopie des Stuhls mit Nachweis von weißlichen, gurkenförmigen Bandwurmgliedern oder Eiern.

Therapie

  • Praziquantel (Biltricide) 10 mg/kg KG p.o. als Einmaldosis.
  • Alternativ: Niclosamid (Yomesan) 2 g p.o. als Einmaldosis.

Prophylaxe

Flohbekämpfung und Entwurmung von Hunden und Katzen.

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

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