Dilated pore D23.L

Synonym(e)

Riesenpore

Erstbeschreiber

Winer, 1954

Definition

Benigne Neoplasie der äußeren Haarwurzelscheide (infundibuläre Hornzyste). S.a. Adnextumoren mit Haarfollikeldifferenzierung.

Ätiopathogenese

Umstrittene Entität; Minusvariante eines Naevus comedonicus? Fehlinterpretierter "banaler" Riesenkomedo.

Manifestation

6. bis 7. Lebensjahrzehnt.

Lokalisation

Vor allem Gesicht, Hals, Schultergürtel.

Klinisches Bild

Weite Pore mit komedonenpfropfartigem Inhalt, vor allem in aktinisch geschädigter Haut, aber auch an Stellen, die aufgrund topographischer Besonderheiten intensiv mit ihrer Unterlage verankert sind (z.B. Haut über der Wirbelsäule, Nacken).

Histologie

Ausgang von einem Talgdrüsenfollikel, papillomatöser Wandaufbau, Melaninpigmentierung, retinierte Hornzellmassen, die bis in die Subkutis reichen können. Das umgebende Bindegewebe zeigt je nach Lokalisation aktinische Elastose.

Differentialdiagnose

Narbe (s. Cicatrix); Komedo; Riesenkomedonen.

Therapie

Literatur
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  1. Morikawa T et al. (2003) Dilated pore: a case report and an immunohistochemical study of cytokeratin expression. J Dermatol 30: 556-558
  2. Resnik KS et al. (1993) Dilated pore nevus. A histologic variant of nevus comedonicus. Am J Dermatopathol 15: 169-171
  3. Steffen C (2001) Winer's dilated pore: the infundibuloma. Am J Dermatopathol 23: 246-253
  4. Winer L (1954) The dilated pore, a trichoepithelioma. J Invest Dermatol 23: 181

Disclaimer

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Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014