Depigmentierung L81.8

Zuletzt aktualisiert am: 20.11.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Hautflecken ; helle Haut ; Hypomelanose; Hypopigmentierung ; Pigmentierungsschwankungen ; Pigmentlosigkeit ; Pigmentmangel ; Pigmentverlust ; weiße Flecken der Haut; weiße Hautflecken ; Weißfleckung der Haut

Definition

Klinisches Symptom, hervorgerufen durch einen angeborenen oder erworbenen, solitären oder multiplen, lokalisierten oder disseminierten, in seltenen Fällen auch generalisierten bzw. universellen pathologischen Farbverlust der Haut, hervorgerufen durch einen Melaninmangel oder kompletten Melaninverlust der Haut durch Verlust oder Funktionsstörungen von Melanozyten. Treten Depigmentierungen oder Hypopigmentierungen temporär im Gefolge von Hauterkrankungen (intra- und/oder periläsional) auf, werden sie als Leukoderme bezeichnet, s.a. Pseudoleukoderm.

Einteilung

Im folgenden werden Krankheitsbilder aufgelistet, die sich durch das klinische Symptom "Depigmentierung" kennzeichnen. 

Ätiopathogenese

Schon heute geht man davon aus, dass > 100 Gene an der Pigmentierung der Haut beteiligt sind. Störungen können auf jeder Ebene der Pigmentbildung entstehen durch:
  • Veränderung der Melanozytgenzahl
  • inadäquate Melaninsynthese
  • Defekte der Reifung, Transport oder Transfer von Melanosomen

Hinweis(e)

Das konträre Ereignis, die pathologische Verdichtung des Melanins der Haut oder Schleimhaut, nennt man eine Hyperpigmentierung.

Literatur
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  1. Giehl K et al. (2010) Genetisch bedingte Pigmentstörungen. Hautarzt 61: 567-577

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

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