Cyclophosphamid

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Halbwertzeit

4–8 h

Wirkungen

Hemmung der DNA-Synthese, der humoralen sowie zellulären Immunantwort (Unterdrückung der Hautreaktion von Probanden, die gegenüber DNCB und Tuberkulin sensibilisiert sind), Verminderung zytotoxischer T-Lymphozyten und CD8-Zellen. Prodrug; wird erst in der Leber zum wirksamen Metaboliten Phosphoramidmustard transformiert.

Indikation

Merke! Auf keinen Fall ist Cyclophosphamid ein Immunsuppressivum der ersten Wahl in der Behandlung von Kollagenosen. Es sollte erst nach Versagen oder bei Kontraindikation anderer Immunsuppressiva eingesetzt werden!

Dosierung und Art der Anwendung

  • Nach Chemotherapieprotokoll: CP-Schema, COP-Schema, COPP-Schema, CAPO-Schema, CHOP-Schema, MOPP-Schema.
  • Als Immunsuppressivum 50-100 mg/Tag p.o. oder Pulstherapie mit 500-1000 mg i.v. alle 2-4 Wochen unter Blasenschutz mit Mesna (20% der Cyclophosphamiddosis zum Zeitpunkt 0, 4 und 8 Std. nach Cyclophosphamidgabe sind zu empfehlen). Eine eingeschränkte Nierenfunktion erfordert eine Dosisreduktion.

    Merke! Vor Durchführung der Therapie: BB und Überprüfung der Nieren- und Leberfunktion!

Unerwünschte Wirkungen

  • Kutane UAWs: Sehr häufig urtikarielle Exantheme, reversible Alopezien, Hyper- oder Hypopigmentierungen insbes. an Handflächen, Fingernägeln und Fußsohlen.
  • Außerdem: BB-Veränderungen (max. 9.-12. Tag, Erholung am 15. Tag), Lymphome (Zweittumoren), Leukämie, Magen-Darm-Störungen, Hepatitis, Zystitis, Harnblasenfibrose, Gallenblasenkarzinom, Stomatitis, Lungenfibrose, Azoospermie, Anovulation, Kopfschmerzen.
  • Merke! Männliche Patienten: Vor Therapiebeginn sowie nach Beendigung der Therapie ein Spermiogramm anfertigen. Auf die Möglichkeit einer Kryokonservierung von Spermien aufmerksam machen! Gefahr der permanenten Gonadenschädigung!

Wechselwirkungen

Die blutzuckersenkende Wirkung oraler Antidiabetika und die myelotoxische Wirkung myelotoxischer Substanzen werden erhöht.

Kontraindikation

Schwangerschaft, Stillzeit, schwere Knochenmarksdepression, schwere Infektionen.

Präparate

Endoxan

Literatur
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  1. Grunewald S et al. (2007) Systemic dermatological treatment with relevance for male fertility. J Dtsch Dermatol Ges 5: 15-21
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Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014