Cryptococcus

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Gattung imperfekter Hefen (Basidiomyzeten), die runde und ovale Sprosszellen mit kapselartiger Umhüllung aus Polysaccharidschleim bilden. Von der Gattung Cryptococcus ist praktisch nur C. neoformans pathogen und tritt als Erreger der Kryptokokkose in Erscheinung.

Allgemeine Definition

Cryptococcus neoformans wird in zwei Varietäten unterteilt, die sich durch ihr Wachstumsverhalten in der Kultur (wächst auf Sabouraud-Agar bei 30-37 °C) unterscheiden:
  • Cryptococcus neoformans var. neoformans (Serotypen A u. D) ist weltweit verbreitet und verantwortlich für mindestens 80-90% aller Kryptokokkosen bei HIV-Infektion.
  • Cryptococcus neoformans var. gatti (Serotypen B u. C) ist fast ausschließlich in Tropen oder Subtropen verbreitet und verantwortlich für Kryptokokkosen bei immunkompetenten Wirten.

Vorkommen/Epidemiologie

Im Erdboden und in organischem Materialien. Besonders groß ist die Konzentration in Vogel-, insbes. Taubenmist. C. neoformans var. gatti wird auch sehr oft in der Nähe und auf Eucalyptusgewächsen und deren Resten gefunden. Infektionen bei Menschen erfolgen über Inhalation von erregerhaltigem Staub.

Mikroskopie

Pilzzellen: 2,5-10 μm groß, keine Bildung von Pseudophyphen und Hyphen. Im Gewebe mittels Grocott-Färbung (Versilberung) gut darstellbar.

Verweisende Artikel (2)

Flucytosin; Sprosspilze;

Weiterführende Artikel (2)

HIV-Infektion; Kryptokokkose;

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