Coxsackie-Virus-Infektion B34.1

Definition

Infektion mit Coxsackie-Viren, die u.a. folgende Erkrankungen verursachen kann: Diskutiert wird auch eine Auslösung der Dermatomyositis durch Coxsackie-Virus-Infektionen.

Diagnose

  • Labordiagnostik beim Neugeborenen/Säugling: Coxsackievirus PCR oder ELISA aus Liquor, Serum, Rachenabstrich oder Stuhlproben.
  • Zur Bestätigung der Infektion bei der Mutter: Coxsackievirus PCR oder ELISA aus maternalen Blut- und Stuhlproben sowie bei Entbindung aus Nabelschnurblut.

Komplikation

  • Bei Infektionen mit Coxsackie-Echoviren im ersten und zweiten Trimenon: Nur ausnahmsweise wurden kindliche Missbildungen (ZNS, kardiovaskulär, gastroenteral, urogenital) beschrieben. Bei hoch fieberhaften Erkrankungen kann es gelegentlich zum Abort oder intrauterinem Fruchttod kommen. Das Risiko einer kindlichen Schädigung bei Geburt liegt im Bereich des so genannten Normalrisikos von +/- 3,5%. Es gibt keinen Anhalt für eine Assoziation mütterlicher Enterovirusinfektion und fetaler/kindlicher Fehlbildungen oder Entwicklungsstörungen.
  • Mütterliche Infektion gegen Ende des dritten Trimenons: Bei Neugeborenen von Müttern mit akuter Infektion kurz vor der Entbindung können schwere neonatale Erkrankungen auftreten: Sepsis, Meningoenzephalitis, Myokarditis, Hepatitis, Koagulopathie.
  • Bei intrauterin übertragenen Infektionen ist der Krankheitsverlauf meist schwer, bei früher postpartaler Infektion (z.B. durch Besucherkontakt oder auf Neugeborenenstation) ist die Symptomatik weniger schwer.
  • STAR-Komplex: monatelang rezidivierende Arthritiden, Fieberschüben, Halsschmerzen und einem makulo-papulösem Exanthem.

Therapie

Literatur
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Disclaimer

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Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014