CO2-Laser

Zuletzt aktualisiert am: 09.02.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

CO2-Molekül Gas-Laser. Das aktive Medium ist das CO2-Molekül; üblicherweise wird eine Wellenlänge im Infrarot-Bereich von 10.600 nm genutzt. Mit dem fokussierten Strahl (Durchmesser ca. 0,2 mm) und einer hohen Leistungsdichte können die Haut oder andere Gewebe scharf getrennt werden, bei geringer thermischer Schädigung der Umgebung. Im defokussierten Laserstrahl (Durchmesser 2-3 mm) können oberflächliche Areale der Haut abgetragen werden. CO2-Laser werden im cw-Modus oder gepulsten Modus eingesetzt.

Allgemeine Definition

  • Cw-Verfahren: Infrarotlicht der Wellenlänge 10.600 nm, starke Absorption im Gewebewasser, keine Penetration in die Tiefe. Bei fokussiertem Strahl (Durchmesser etwa 0,2 mm) Gewebezertrennung, bei defokussiertem Strahl (Durchmesser 2-3 mm) Abtragung oberflächlicher Hautareale. Die starke Absorption der Strahlung verhindert eine Penetration in tiefere Hautschichten. Hierdurch Möglichkeit der gezielten superfiziellen Vaporisation. Bei CO2-Dauerlaserung wird ein stark fokussierter Strahl mittels mechanischer oder optoelektronischer Scanner über die Haut geführt. Die sehr kurze Einwirkdauer in Kombination mit der hohen Leistungsdichte ergibt einen ähnlichen Effekt wie bei den gepulsten CO2-Lasern.
  • Gepulstes Verfahren: Infrarotlicht der Wellenlänge 10.600 nm, s.o. Einsatz sehr kurzer, hochenergetischer Lichtblitze zwischen 0,06 und 1 ms. Hierdurch scharf abgesetzte Ablation des Gewebes mit minimaler Gewebenekrose (Koagulationsnekrose). Für die meisten Geräte stehen optoelektronische Scanner zur Verfügung. Je nach Dicke der zu behandelnden Läsionen und der eingestellten Energie können bis zu 4 Behandlungen derselben Fläche durchgeführt werden. Daher sind das blutlose Arbeiten und die kontrollierte Abtragsdichte gegenüber der konventionellen (mechanischen) Dermabrasion vorteilhaft, z.B. in Problemlokalisationen wie Augenlidern, Perioralbereich, Hals, Handrücken etc.
  • Oberflächenanästhesie mit Lokalanästhetika wie EMLA-Creme oder Infiltrationsanästhesie sind zwingend notwendig. Nach der Behandlung können antiseptische Verbände aufgelegt werden. Wundheilung über 1 Woche.  
  • Lichtschutz: Nach Abschluss der Laserbehandlung sollte ein Lichtschutz (Sonnenschutz) über 6-8 Wochen eroflgen, s.u. Lichtschutzmittel.

Indikation

V.a. nicht vaskuläre Veränderungen wie Rhinophym, Viruspapillome, Leukoplakie, Tätowierungen (hierbei ist jedoch keine narbenfreie Entfernung möglich).

Unerwünschte Wirkungen

  • cw-Modus: hypotrophe Narben, Keloide, hypertrophe Narben, Hypopigmentierungen, Infektionen, Wundheilungsstörungen können auftreten.
  • Gepulster Modus: hypertrophe Narben, Keloide, temporäre oder permanente Hypopigmentierungen ("Alabasterhaut") können auftreten.
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