Chlorhexidin

Zuletzt aktualisiert am: 05.05.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Chlorhexidingluconat; INCI-Kennzeichnung: Chlorhexidine Gluconate

Definition

Wirkungen

Breite antimikrobielle Wirkung gegen verschiedene grampositive und gramnegative Bakterien. Gering wirksam gegen einige gramnegative Bakterien (Pseudomonas spp. und Proteus spp.), Hefen, Dermatophyten und Mykobakterien. Unwirksam gegen Bakterien- und Pilzsporen, Viren und fäulniserregende Pilze.

Indikation

Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Antiseptische Behandlung oberflächlicher Schürf-, Riss-, Platz- und Kratzwunden. Verbrennungen 1. Grades.

Unerwünschte Wirkungen

Kontaktdermatitis, Speicheldrüsenschwellung, anaphylaktoide Sofortrektionen. Die genaue Prävalenz von Chlorhexidin-Allergien sind unbekannt (Sustal K et al. 2017). Durch die breite und zunehmende Verwendung von Chlorhexidin ist eine steigende Sensibilisierungsrate zu erwarten. Dies betrifft auch IgE- vermittelete Sofortreaktionen (nachweisbar durch Prick-Testung).

Merke! Bei oraler Applikation: Verfärbungen der Zunge und Zähne sind möglich! Nicht zusammen mit Zahnpasta anwenden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit anionischen Tensiden (z.B. in Zahnpasta enthalten) und Seifen.

Präparate

Bactigras, Chlorhexamed, Chlorhexidingluconat Lsg., Cidegol C, Frubilurgyl, Hansamed Spray, Lemocin CX, Bepanthen Antiseptische Wundcreme (Kombipräparat mit Dexpanthenol).

Literatur
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  1. Ammann PM et al. (2018) Desinfektionsmittel. Allergo J 27:16-18 
  2. Sustal K et al. (2017) Chlorhexidin-Allergie-unterschätztes Allergen mit ubiquitärem Einnsatz. Allergo J Int 26: 69-70  

Weiterführende Artikel (4)

Dermatophyten; Desinfizienzien; Hefen; Mykobakterien;
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