Carboplatin

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Platinderivat der zweiten Generation mit alkylierender Wirkung an der DNS von Tumorzellen ( Alkylans) zum Einsatz als Zytostatikum.

Wirkungen

Intrazelluläre Aktivierung um reaktive Platinkomplexe freizusetzen. Bindung an nukleophile Gruppen z.B. GC-reiche DNA-Sequenzen. Hierdurch werden DNA-Verlinkungen (DNA cross-links) sowie DNA-Protein Verlinkungen erzeugt, die zu Apoptose and Zellwachstumshemmung führen.

Indikation

  • Zugelassen zur Therapie von fortgeschrittenem epithelialem Ovarialkarzinom und kleinzelligem Bronchialkarzinom.
  • Malignes Melanom ( Off-Label-Use).

Schwangerschaft/Stillzeit

Kontraindiziert.

Dosierung und Art der Anwendung

400 mg/m2 KO i.v. als Infusion über 15-60 Minuten.

Unerwünschte Wirkungen

  • Kutane UAWs (am häufigsten auftretend): Alopezie, Pruritus, Rush, Stomatitis, Dermatitis, allergische Reaktionen bis hin zu anaphylaktischen Reaktionen oder zum Stevens-Johnson-Syndrom, Raynaud-Symptomatik, Hautnekrosen nach intraarterieller Anwendung.
  • Extrakutane UAWs: Thrombozytopenie und andere Blutbildungsstörungen, gastrointestinale Störungen, Leberschaden, Nierenschaden, Herzrhythmusstörungen, neurologische Störungen, Seh-, Hör- und Geschmacksstörungen, Störungen der Spermatogenese und Ovulation.

Präparate

Carboplatin Hexal, Carboplatin ratiopharm

Weiterführende Artikel (3)

Alkylanzien; Off-Label-Use; Zytostatika;
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