Canities (Übersicht) L67.1

Synonym(e)

Achromotrichie; Ergrauen; graue Haare; gray hair; graying of hair; Weißwerden der Haare

Definition

(Diffuses) Ergrauen bzw. Weißwerden der Haare infolge des Verlustes der Melaninproduktion der Melanozyten einzelner oder aller Haarbulbi. Je nach Ursache unterscheidet man:

Klinisches Bild

Graue Haare bei Nebeneinander von depigmentierten und noch pigmentierten Haaren. Das Haar erscheint insgesamt weiß, wenn alle Haare depigmentiert sind. Obwohl sich weiße Haare von pigmentierten Haaren nur durch den Pimgetnmangel unterscheiden, erscheinen sie borstiger und schlechter kämmbarer.

Histologie

In ergrauten Haaren sind Melanozyten in der Haarmatrix vorhanden, enthalten aber nur wenig pigmentierte Melanosomen, jedoch zahlreiche Vakuolen. In weißen Haaren fehlen die Melanozyten gänzlich.

Differentialdiagnose

Therapie

Hinweis(e)

Adipositas: Offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen  Adipositas und einem vorzeitigen Ergrauen der Haare.

Rauchen. In einem größeren Kollektiv 10.000 Befragte) war der Anteil der ergrauten Raucher mit 15,3% gegenüber dem Anteil der Nichtraucher mit 12,8% erhöht.  

Literatur
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  1. Sabharwal R et al. (2014)  Association between use of tobacco and age on graying of hair. Niger J Surg 20:83-86
  2. Shin H et al. (2015)  Association of premature hair graying with family history, smoking, and obesity: a cross-sectional study. J Am Acad Dermatol 72:321-32

Disclaimer

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Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017