Candidose, interdigitale B37.2

Zuletzt aktualisiert am: 12.07.2016

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Besondere Form der intertriginösen Candidose in den Interdigitalräumen.

Ätiopathogenese

Fördernd wirken Hyperhidrose, okklusives Schuhwerk, schlechte Fußhygiene. Als Verursacher der interdigitalen Candidose wurde neben Candida albicans u.a. Candida guilliermondii identifiziert.

Lokalisation

Insbesondere an den Füßen, in den Zehenzwischenräumen des 2.-4. Digitus.

Komplikation

Über die Keratolyse der Hornschicht wird Bakterien eine Eintrittspforte in die Haut geboten, die zum Erysipel oder zum gramnegativen Fußinfekt führen kann.

Therapie allgemein

  • Aufklärung des Patienten über begünstigende Faktoren. Bei Fußbefall sorgfältige Fußhygiene, tgl. Wechseln und Auskochen der Socken, offenes, atmungsaktives Schuhwerk (z.B. atmungsaktives Leder oder Goretex).
  • Wichtig ist die Desinfektion der Schuhe mit Desinfizienzien, z.B. mit Sagrotan Spray oder Canesten Spray, ggf. Neukauf.
  • Prophylaktisches Tragen von Badesandalen in öffentlichen Schwimmbädern, Saunen und Duschen.
  • Bei Befall der Hände Abklärung und Behebung der Ursache wie z.B. Änderung des Waschverhaltens bzw. der Waschmittel (Feuchtarbeit mit alkalihaltigen Waschmitteln).

Externe Therapie

  • Trockenlegen der Interdigitalräume durch Leinenläppchen und Trockenpinselungen oder Fußbäder mit wässrigen antiseptischen Lösungen.
  • Antimykotische Therapie mit Azol-haltigen Cremes/Salben, z.B. mit 1-2% Clotrimazol (z.B. Canesten, Canifug), 2% Miconazol (z.B. Vobamyk, Daktar, R172 ) oder 1% Bifonazol (Mykospor).

Literatur
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  1. Seebacher C et al. (2006) Candidose der Haut. J Dtsch Dermatol Ges 4: 591-596

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