Boeck, Cäsar

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Biographische Angaben

(¤ 1845, † 1917) Norwegischer Dermatologe, der am 28. 9.1845 in Lier, Norwegen, als Sohn eines Kapitäns geboren wurde. Seine Familie kam aus Dänemark und war ursprünglich aus Bocken in Flandern eingewandert. Nach dem Abitur studierte er Medizin in Oslo (damals Kristiania); anschließend Assistenz bei einem Distriktarzt. 1874 Studienaufenthalte in England, Frankreich und Österreich (hier bei Ferdinand von Hebra). 1875 arbeitete er zunächst als Epidemiologe im Rahmen eines Pockenausbruchs in Egersund. 1878 war er Assistent am Reichshospital in Oslo, wo sein Onkel Karl-Wilhelm Boeck Direktor der Hautklinik war. 1885 Studienaufenthalte in Deutschland und Frankreich. 1889 Berufung zum Direktor der Hautklinik am Reichshospital in Oslo (Nachfolge seines Onkels). 1896 erfolgte die Ernennung zum ordentlichen Professor. Seit 1872 publizierte er eine Vielzahl von klinischen und therapeutischen Abhandlungen, darunter 1899 die Erstbeschreibung der Sarkoidose. 1915 verabschiedete sich Caesar Boeck in den Ruhestand und starb am 17. März 1917 im Alter von 72 Jahren. Fälle von Sarkoidose waren schon früher durch Ernest Besnier und Jonathan Hutchinson beschrieben worden. Sie betrachteten allerdings diese als Variante des Lupus vulgaris. Caesar Boeck hingegen erkannte ihre Eigenständigkeit und gab der Sarkoidose den heute noch gültigen Namen.

Literatur
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  1. Boeck C (1886) Resorcin bei der Behandlung der spitzen Warzen. Monatshefte für praktische Dermatologie 5: 93-97
  2. Boeck C (1894) Neues Verfahren bei der Färbung von Mikroparasiten auf der Oberfläche des Körpers. Monatshefte für praktische Dermatologie B: 467-470
  3. Boeck C (1899) Multiple benign sarcoid of the skin. J Cutan Genitourin Dis 17: 543-550
  4. Boeck C (1900) Weitere Beobachtungen über das "multiple benigne Sarkoid der Haut". Festschrift zu Ehren von Moriz Kaposi. Braumüller, Wien

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