Biozid

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Begriff für Chemikalien und Mikroorganismen zur Schädlingsbekämpfung.

Allgemeine Information

  • Definition aus dem Biozidgesetz von 2000: Biozid-Produkte sind Wirkstoffe und Zubereitungen, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, in der Form, in der sie zum Verwender gelangen und die dazu bestimmt sind, auf chemischem oder biologischem Wege Schadorganismen zu zerstören, abzuschrecken, unschädlich zu machen, Schädigung durch sie zu verhindern oder sie in anderer Weise zu bekämpfen.
  • Eimsatz in der Klimatechnik im Wasserkreislauf gegen die Ausbreitung von Mikroorganismen.
  • U.a. sind Biozide auch in Farben für Außenanstriche (Vermeidung des Schädlingsbefall der gestrichenen Flächen) und in manchen Textilien enthalten sowie als sog. Topfkonservierungsmitteln in Kosmetika und Shampoos gebräuchlich, um die mikrobielle Zersetzung der Produkte zu verhindern.
  • Benzisothiazolinon, Thiurame und Chlormethylisothiazolone sind Beispielsubstanzen für Biozide.
  • Biozide sollten nicht mit Pflanzenschutzmitteln verwechselt werden.

Hinweis(e)

Abgeleitet von "bios" (griechisch: = Leben) und "caedere" (lateinisch: = töten).

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Pardo A et al. (2007) The effect of physical and chemical properties of swimming pool water and its close environment on the development of contact dermatitis in hydrotherapists. Am J Ind Med 50: 122-126

Weiterführende Artikel (1)

Thiurame;
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