Basalmembran

Zuletzt aktualisiert am: 16.05.2019

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Basalmembranzone

Definition

Mehrschichtige extrazelluläre Struktur, die jedes Epithelgewebe an seiner basalen, dem Bindegewebe zugewandten Seite aufweist und durch die Epithel- und Bindegewebe miteinander verknüpft sind. Die eigentliche Basalmembran und ihre einzelnen Schichten sind nur elektronenmikroskopisch erkennbar:

An die Plasmamembran der Keratinozyten grenzt die 20-40 nm dicke Lamina lucida, die u.a. aus Laminin und Fibronektin besteht und sich ultrastrukturell transparent darstellt.

Darauf folgt die 30-50 nm dicke, elektronendichte Lamina densa (Basallamina), die überwiegend aus Typ IV-Kollagen und amorphen Protein-Polysaccharid-Komplexen besteht.

Die elektronenmikroskopisch transparente Sublamina densa besteht aus Bündeln elastischer Mikrofibrillen, Verankerungsfibrillen und Glykoproteinen.

Unterhalb der Basalmembran liegt eine weitere Schicht aus retikulären Fasern (anchoring fibrils) und amorphen Glykoproteinen, die dicker ist als die übrigen Schichten zusammen.

Oberhalb der Basalmembran findet sich die Zellmembran der basalen Keratinozyten mit den Hemidesmosomen: Wichtige Proteine dieser Zone sind Plektin und das bullöse Pemphigoid-Antigen 1 (BPAG1), Bestandteile der Hemidesmosomen, die einerseits an Keratinfilamenten des intrazellulären Zytoskeletts der basalen Keratinozyten verankert sind. Andererseits stehen diese durch die transmembranösen Proteine alpha-6-beta-4-Integrin (s.u. Integrine) und BPAG2 mit den extrazellulären Ankerfilamenten der Lamina lucida in Verbindung.

Alle Schichten gemeinsam stellen die lichtmikroskopisch sichtbare sog. Basalmembranzone (BMZ oder dermo-epidermale Junktionszone) dar.

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