Basalmembran

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Definition

  • Mehrschichtige extrazelluläre Struktur, die jedes Epithelgewebe an seiner basalen, dem Bindegewebe zugewandten Seite aufweist und durch die Epithel- und Bindegewebe miteinander verknüpft sind. Die eigentliche Basalmembran und ihre einzelnen Schichten sind nur elektronenmikroskopisch erkennbar:
    • An die Plasmamembran der Keratinozyten grenzt die 20-40 nm dicke Lamina lucida, die u.a. aus Laminin und Fibronektin besteht und sich ultrastrukturell transparent darstellt.
    • Darauf folgt die 30-50 nm dicke, elektronendichte Lamina densa (Basallamina), die überwiegend aus Typ IV-Kollagen und amorphen Protein-Polysaccharid-Komplexen besteht.
    • Die elektronenmikroskopisch transparente Sublamina densa besteht aus Bündeln elastischer Mikrofibrillen, Verankerungsfibrillen und Glykoproteinen.
  • Unterhalb der Basalmembran liegt eine weitere Schicht aus retikulären Fasern (anchoring fibrils) und amorphen Glykoproteinen, die dicker ist als die übrigen Schichten zusammen.
  • Oberhalb der Basalmembran findet sich die Zellmembran der basalen Keratinozyten mit den Hemidesmosomen: Wichtige Proteine dieser Zone sind Plektin und das bullöse Pemphigoid-Antigen 1 (BPAG1), Bestandteile der Hemidesmosomen, die einerseits an Keratinfilamenten des intrazellulären Zytoskeletts der basalen Keratinozyten verankert sind. Andererseits stehen diese durch die transmembranösen Proteine alpha-6-beta-4-Integrin (s.u. Integrine) und BPAG2 mit den extrazellulären Ankerfilamenten der Lamina lucida in Verbindung.
  • Alle Schichten gemeinsam stellen die lichtmikroskopisch sichtbare sog. Basalmembranzone (BMZ oder dermo-epidermale Junktionszone) dar.
Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014