Bartholinitis N75.80

Zuletzt aktualisiert am: 19.06.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Abszess der Bartholinischen Drüsen; Bartholinische Drüsen; Bartholinischer Abszess; Pseudoabszess der Bartholonischen Drüsen

Definition

Relativ häufige bakterielle Entzündung des Ausführungsgangs einer Bartholinischen Drüse (Glandulae vestibulares majores: 2 kleine muköse Sekretdrüsen im unteren Drittel der großen Labien, deren Ausführungsgänge an der Innenseite der kleinen Labien vor dem Introitus vaginae münden).

Ätiopathogenese

Staphylokokken, Streptokokken, E. coli oder Neisseria gonorrhoeae. Die Bakterien dringen in den Ausführungsgang ein, wo sie eine Entzündung und demzufolge Verklebung des Ganges hervorrufen. Es kommt zur Abflussbehinderung des eitrigen Sekrets und Ausbildung eines Empyems (häufig als Bartholinischer Abszess bezeichnet). Die Drüse selbst wird im Allgemeinen nicht in den Entzündungsprozess miteinbezogen.

Klinisches Bild

Einseitige, äußerst schmerzhafte Rötung und Schwellung im hinteren Drittel der kleinen Labien. Mit fortschreitender Sekretansammlung und Gewebseinschmelzung Ausbildung eines prallelastischen, fluktuierenden bis hühnereigroßen Tumors, der den Introitus vaginae verlegt. Häufig Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl.

Therapie

Externe Therapie

Verlauf/Prognose

Initiale Entzündungen bilden sich meist unter antibiotischer Therapie zurück. Wird bei Entwicklung eines Emphysems keine Marsupialisation durchgeführt, ist die Rezidivgefahr hoch; nach wiederholten Bartholinitiden entsteht häufig eine Bartholinische Retentionszyste.

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

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