Auflichtmikroskopie, Pseudopodienartige Randzone

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

irreguläre Ausläufer; irregular extensions; pseudopodia at the periphery; pseudopods

Definition

In die Auflichtebene projizierte, radiär weisende, periphere Tumorausläufer sind an den Enden kolbig verdickt, mehrfingrig formiert, seitlich abgeknickt und manchmal baumartig verästelt.

Allgemeine Information

Auflichtmikroskopie: Die an den Enden kolbig verdickten bzw. fingerförmigen peripheren Tumorausläufer sind blaugrau oder braungrau gefärbt. Bei entzündlicher neoplastischer Gefäßreaktion sind die Pseudopodien von einem roten Randsaum umgeben.

Vorkommen

In der Gruppe der Pigmentzelltumore liegt die Spezifität dieses auflichtmikroskopischen Merkmals für maligne Melanome bei über 90%, die Sensitivität bei 18%. Vereinzelt weisen Spindelzellnaevi das Phänomen auf.

Histologie

Konfluierende junktionale Melanozytennester proliferieren peripherwärts bis in das Stratum papillare und in den Grenzbereich zum Stratum reticulare. Teilweise kräftige transepidermale Pigmentausschleusung.

Literatur
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  1. Bahmer FA, Fritsch P, Kreusch J, Pehamberger H, Rohrer C, Schindera I, Smolle J, Soyer HP, Stolz W (1990) Diagnostische Kriterien in der Auflichtmikroskopie. Hautarzt 41: 513-514
  2. Kreusch J, Rassner G (1990) Strukturanalyse melanozytischer Pigmentmale durch Auflichtmikroskopie. Hautarzt 41: 27-33

Weiterführende Artikel (1)

Melanom (Übersicht);
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