Aufbrauchfrist

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Zeitspanne innerhalb derer ein Arzneimittel nach dem ersten Anbruch verwendet werden darf. Diese zeitliche Begrenzung ist erforderlich, weil nach dem ersten Anbruch die mikrobiologische Stabilität deutlich zurückgehen kann und dann die Aufbrauchfrist noch vor dem Verfallsdatum endet. Bei magistralen Rezepturen fallen Herstellungsdatum und erster Anbruch i.d.R. zusammen bzw. liegen dicht beieinander. Die Aufbrauchfristen sind in allen Fällen für die Magistralrezepturen ausreichend lang.

Tabellen

Arzneiform

Haltbarkeitszustand

NRF *

FNA **

Anmerkungen

Wochen

Monate

Wochen

Monate

Emulsionen, Suspensionen, Lösungen (zur kutanen oder rektalen oder vaginalen Anwendung oder zum Einnehmen oder als Mundspülung)

konserviert

6

6

unkonserviert

1

2

starke Abhängigkeit vom pH-Wert, Inhaltsstoffen und Lagertemperatur

wasserfrei

6

Lösungen, äußerlich (Ethanolgehalt 15% g/g)

24

Hydrophile Cremes und Hydro-Gele (zur kutanen oder rektalen oder vaginalen Anwendung)

konserviert, in Dosen

4

3

Behältnis für den Ausnahmefall, z.B. bei Unverträglichkeit mit Tuben

konserviert, in Spenderdosen

6

Normalerweise bevorzugtes Behältnis

konserviert, in Tuben

12

12

Normalerweise bevorzugtes Behältnis

unkonserviert in Spenderdosen

1 (bei Lagerung im Kühlschrank beträgt die Aufbrauchfrist 2 Wochen)

starke Abhängigkeit von pH-Wert, Inhaltsstoffen und Lagertemperatur

unkonserviert in Tuben

1 (bei Lagerung im Kühlschrank beträgt die Aufbrauchfrist 2 Wochen)

starke Abhängigkeit von pH-Wert, Inhaltsstoffen und Lagertemperatur

Lipophile Cremes (zur kutanen oder rektalen oder vaginalen Anwendung oder zum Einnehmen)

konserviert, in Dosen

4

3

Behältnis für den Ausnahmefall, z.B. bei Unverträglichkeit mit Tuben

konserviert, in Spenderdosen

6

Normalerweise bevorzugtes Behältnis

konserviert, in Tuben

12

Normalerweise bevorzugtes Behältnis

unkonserviert in Spenderdosen

4

starke Abhängigkeit von pH-Wert, Inhaltsstoffen und Lagertemperatur

unkonserviert in Tuben

4

starke Abhängigkeit von pH-Wert, Inhaltsstoffen und Lagertemperatur

Hydrophobe Salben und lipophile Gele (zur kutanen oder rektalen oder vaginalen Anwendung oder zum Einnehmen)

in Dosen

6

6

Behältnis für den Ausnahmefall, z.B. bei sehr hoher Konsistenz

in Spenderdosen

36

Normalerweise bevorzugtes Behältnis

in Tuben

36

36

Normalerweise bevorzugtes Behältnis

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Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014