Atopische Dermatitis im Kindes-Jugendalter L20.8

Zuletzt aktualisiert am: 13.03.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

  • Zum Formenkreis der atopischen Erkrankungen gehörende, multifaktorielle, chronisch persistierende bzw. chronisch rezidivierende, entzündliche Hauterkrankung unterschiedlicher Akuität, die auf Grund komplexer Wechselwirkungen von anlage-und umweltbedingen Faktoren entsteht.  
  • In den einzelnen Lebensabschnitten topographisch und morphologisch unterschiedlich ausgeprägtes Erkrankungsbild:
    • im Säuglings- und Kleinkindalter (eher polytop) auftretend, meist streckseitig lokalsiert, je nach Akuität auch nässend.
    • im Schulkindalter und der Adoleszenz bevorzugt als "Beugenekzem" auftretend, jedoch auch disseminiert und generalisiert.  

Klinisches Bild

Meist ausgeprägte Sebostase mit chronifizierten, lichenifizierten Arealen des atopischen Ekzems. Die Ekzemherde verlagern sich zunehmend beugeseitig. 

Prädilektionsstellen sind  Gesicht, Hals und Nacken.

Mit zunehmendem Lebensalter verstärken sich Lichenifikation und Ortsbezogenheit. Bevorzugt sind Ekzeme im Bereich der großen Gelenkbeugen (Kniekehlen und Ellenbeugen). Weiterhin treten Hautveränderungen in Gesicht  und Nacken auf. Zunehemend  werden auch behindernde  Handekzeme hinzu.    

Nicht selten sind überlagernde, komplikative  Pyodermien, die  das klinische Bild mit  nässenden und schuppigen Plaques beherrschen.   

 

Verlauf/Prognose

Im 2. Lebensjahr verbessert sich das atopische Ekzem bei 60-70% der Fälle.  

Hinweis(e)

Zur Ätiopathogenese, Therapie, Therapie  s. u. Ekzem atopisches (Übersicht) 

Weiterführende Artikel (1)

Atopische Dermatitis (Übersicht);

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