Anti-Interleukin-5-Therapie

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Antikörper zur Blockierung des Zytokins Interleukin-5. Spielt eine Rolle bei eosinophilen Erkrankungen.

Allgemeine Definition

  • Anti-Interleukin5-Antikörper wurden ursprünglich zur Behandlung des Asthma bronchiale entwickelt.
  • Bislang wurden 2 monoklonale Antikörper eingesetzt: Mepolizumab und Reslizumab.
    • Ergebnis der Mepolizumab Studie: Abfall dier Eosinophilenzahlen im peripheren Blut und Sputum, jedoch keine Auswirkungen bzgl. der Lungenfunktion.
    • Ergebnis der Reslizumab Studie: nach einer einzelnen Dosis kurzzeitige Besserung des FEV1-Basiswertes und Abfall der Eosinophilen, jedoch auch hier keine signifikante klinische Besserung.
  • Anti-IL-5-Therapie bei atopischem Ekzem: auch hier rascher Abfall der Eosinophilen im peripheren Blut, kein deutlich signifikanter klinischer Effekt bei dieser Therapie.
  • Diskutiert wird derzeit auch der Einsatz bei der chronischen Rhinosinusitis mit Nasenpolypen und bei hypereosinophilen Syndromen.

Hinweis(e)

Anti-IL-5-Therapie bei eosinophiler Ösophagitis (Fallbeispiel): 18-jähriger Patient mit schwerer eosinophiler Ösophagitis, ohne bisheriges Ansprechen auf Kortisontherapie, zeigte nach Behandlung mit einem Anti-IL-5-Antikörper deutliche Besserung der Symptomatik. Auch endoskopisch und histologisch fassbare Abnahme der ösophagealen Entzündung.

Verweisende Artikel (1)

Interleukin-5;

Weiterführende Artikel (1)

Zytokine;
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