Angiolymphoide Hyperplasie mit Eosinophilie L98.9

Zuletzt aktualisiert am: 08.04.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Epitheloides Hämangiom; Hämangiom epitheloides; Histiocytic hemangioma; Histiocytoid hemangioma; Papular angioplasia

Erstbeschreiber

Wells u. Whimster, 1969

Definition

Seltene mit Eosinophilie einhergehende,  erworbene, dermal oder subkutan lokalisierte, benige, knotenförmige vaskuläre Neoplasie, deren Pathogenese bisher noch unklar ist. Die Erstbeschreiber werteten ihren Befund als Spätstadium des M. Kimura.

Die eigene Entität erscheint jedoch gesichert. 

Vorkommen/Epidemiologie

Frauen > Männer

Ätiopathogenese

Diskutiert werden Zusammenhänge mit arterio-venösen Fisteln, vaskulären Malformationen und reaktiven Proliferationen nach Traumata.

Manifestation

Bei Erwachsenen, meist 20.-50. LJ.

Lokalisation

Kopf, speziell Ohrregion, Stirn und Kapillitium, Nacken; seltener Extremitäten und Genitalbereich, Vulva oder Penis.

Klinisches Bild

Solitäre, seltener in Mehrzahl gruppiert auftretende, symptomlose oder schmerzende, auch juckende, rote oder braun-rote, braune, feste, etwa 0,5-0,8cm große, Papeln und Knoten mit glatter Oberfläche. Auch als tiefe Knoten auftretend.

Labor

Eosinophilie bei 20-30% der Patienten möglich.

Histologie

Entweder in Dermis oder Subkutis gelegene, dichte solide Zellproliferate mit kleineren rundlichen kapillären Hohlräumen. Zentral gelegene größere Gefäßräume, die durch prominente, "epitheloide" Endothelien ausgekleidet werden (cobblestone Aspekt). Diese Endothelzellen waren für die synonyme Bezeichnung "epitheloides Hämangiom" verantwortlich. Variabel dichtes Infiltrat aus dichten Lymphozytenrasen teilweise mit Lymphfollikeln, eosinophilen Granulozyten, Plasmazellen und Mastzellen.

Therapie

Literatur
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  1. Abrahamson TG et al. (2003) Angiolymphoid hyperplasia with eosinophilia responsive to pulsed dye laser. J Am Acad Dermatol 49: S195-196
  2. Asadi AK et al. (2002) Angiolymphoid hyperplasia with eosinophilia. Dermatol Online J 8: 10
  3. Becker-Weimann SY (2017) Angiolymphoide Hyperplasie mit Eosinophilie. Akt Dermatol 44: 468-469
  4. Kempf W et al. (2002) Angiolymphoid hyperplasia with eosinophilia: evidence for a T-cell lymphoproliferative origin. Hum Pathol 33: 1023-1029
  5. Tsuboi H et al. (2001) Angiolymphoid hyperplasia with eosinophilia in the oral mucosa. Br J Dermatol 145: 365-366
  6. Wells GC, Whimster IW (1969) Subcutaneous angiolymphoid hyperplasia with eosinophilia. Br J Dermatol 81: 1-14

Weiterführende Artikel (5)

Exzision; Farbstoff-Laser; Kimura, Morbus; Kryochirurgie; Laser;

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