Alexandrit-Laser

Zuletzt aktualisiert am: 08.02.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Festkörperlaser, bei dem innerhalb eines Kristalls (Berylliumaluminiumoxid) als aktives Medium Metallionen (Chrom) eingelagert sind. Die Emissionslinie liegt bei 755 nm.

Allgemeine Definition

Lang gepulstes Alexandrit-Laser-Licht (3-50 ms) durchdringt die Haut und koppelt an die Pigmentzelle des Haarfollikels an, wodurch der Haarfollikel inaktiviert wird. Da diese Ankopplung des Laserlichts selektiv für dunkles Haar ist, erzielt man auch die besten Ergebnisse mit der Laserepilation bei dunklen Haaren auf heller Haut. Im Q-switched Modus wirksam gegen Tätowierungen.

Bei dem gütegeschalteten Alexandrit-Laser sind seit einiger Zeit Impuslängen im Picosekundenbereich möglich. Mit diesen kürzeren Impulsen lassen sich Tätowierungen schneller und besser entfernen. 

Indikation

Schwarze, blaue oder grüne Tätowierungen, Schmutztätowierungen, oberflächliche dermale Hyperpigmentierungen oder melanozytäre Naevi, Epilation einzelner dunkler Haare.

Durchführung

Standard: Laserung mit 6 J/cm2, 10 Hz, 3 mm Spot. Laserung 1mal/Monat. Zur dauerhaften Entfernung von Haaren sind 5-10 Sitzungen erforderlich. Oberflächenanästhesie mit Lokalanästhetika wie EMLA-Creme und Kühlung sind günstig.
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